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Urnäscher Bloch

Urnäscher Bloch
Das Bloch ist ein eigenartiger Fasnachtsbrauch. In einem Umzug wird ein Baumstamm, der fachgerecht auf einen bekränzten Wagen gebunden wurde, durch mehrere Dörfer gezogen.
Die Urnäscher Blochgesellschaft ist als einzige ein Verein mit schriftlichen Satzungen und erwachsenen Mitgliedern, die zum Teil jahrzehntelang aktiv bleiben. Das ist auch der Grund, dass es als der prächtigste Blochzug gilt.

Der Stamm trägt an der Stirnseite einen Bogen mit dem Urnäscher Wappen und an seinem hinteren Ende ein Aufrichtebäumchen, an dessen Zweigen farbige Nastücher flattern. Vor dem Bäumchen sitzt rittlings ein russiger Schmied und hämmert auf einen hellklingenden Amboss. Direkt vor ihm raucht ein Ofen, der mit Reisig gefüttert wird. Von Zeit zu Zeit packt der Schmied mit einer Schmiedezange einen Schwärmer, zündet die Lunte im Ofen an und lässt den Schwärmer krachen. Auf dem vorderen Ende des Stammes steht ein fasnächtlicher Fuhrmann mit einer ellenlangen Zipfelmütze und schwingt eine Peitsche. Hinter ihm sitzen zwei Musikanten mit Blasinstrumenten, die auf dem langen Marsch für Unterhaltung zu sorgen haben.

Der Wagen wird von paarweise nebeneinander gehenden Männern mit Zugstecken an einem Seil gezogen. Die Zugmannschaft stellt mit ihrer Kleidung und Ausrüstung Berufe dar, die etwas mit Holz zu tun haben.

Der Brauch findet alle zwei Jahre, Fasnachtsmontag, in den ungeraden Jahren.

(Quelle: www.appenzellerland.ch)
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